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Waren, Chargen und Haltbarkeit

Chargen, Haltbarkeit und Warenverluste nachvollziehbar verwalten

Bei chargenpflichtigen oder verderblichen Waren reicht ein Gesamtbestand nicht aus. CloudCRM verbindet Wareneingang, Chargennummer, Haltbarkeit, Lagerort und dokumentierte Verluste zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  • Chargen und Haltbarkeiten getrennt verfolgen
  • Geöffnete Gebinde rechtzeitig verbrauchen
  • Verluste mit Grund und Wert dokumentieren

Problem und Ausgangssituation

Mehrere Lieferungen desselben Artikels liegen im Lager, haben aber unterschiedliche Chargen und Ablaufdaten. Ohne getrennte Erfassung ist weder klar, welche Ware zuerst verwendet werden sollte, noch wodurch ein Bestandsverlust entstanden ist.

Ziel des Arbeitsablaufs

Jeden Wareneingang eindeutig erfassen, kritische Haltbarkeiten rechtzeitig erkennen und beschädigte oder abgelaufene Ware mit nachvollziehbarer Bestandsbewegung ausbuchen.

Voraussetzungen

  • Angelegter Warenartikel mit aktivierter Bestandsführung
  • Definierte Lagerorte und Haltbarkeitsregeln
  • Berechtigung für Warenbestand und Lagerbewegungen

Praxisanleitung Schritt für Schritt

  1. Schritt 1: Warenartikel und Haltbarkeitsregeln vorbereiten

    Öffnen Sie den Warenartikel und prüfen Sie zunächst Einheit, Lagerführung und die für diesen Artikel geltenden Haltbarkeitsangaben. Aktivieren Sie die Chargenführung nur dort, wo einzelne Lieferungen getrennt nachvollzogen werden müssen. Legen Sie außerdem fest, ob nach dem Öffnen eines Gebindes eine kürzere Verwendungsfrist gilt. Diese Stammdaten sind die Grundlage für spätere Warnungen; unvollständige Vorgaben lassen sich durch einen sauber erfassten Wareneingang nicht ausgleichen.

  2. Schritt 2: Wareneingang chargengenau erfassen

    Erfassen Sie die eingegangene Menge nicht nur als Zugang zum Gesamtbestand. Hinterlegen Sie Chargennummer, Beschaffungsdatum, Ablaufdatum, Einkaufspreis, Lieferant und Lagerort, soweit diese Angaben für den Artikel vorgesehen sind. Kontrollieren Sie die Werte direkt gegen Lieferschein und Verpackung. Werden mehrere Chargen in einer Lieferung angeliefert, legen Sie getrennte Zugänge an. Nur dann bleiben Haltbarkeit und spätere Entnahme eindeutig der richtigen Lieferung zugeordnet.

  3. Schritt 3: Geöffnete Gebinde kennzeichnen

    Wird ein Gebinde geöffnet, dokumentieren Sie den Öffnungszeitpunkt im vorgesehenen Ablauf. Aus der hinterlegten Verwendungsfrist ergibt sich ein Datum, bis zu dem der Restbestand nach dem Öffnen genutzt werden sollte. Prüfen Sie, ob das physische Gebinde ebenfalls eindeutig gekennzeichnet ist. CloudCRM unterstützt die digitale Nachverfolgung; die praktische Kennzeichnung und sachgerechte Lagerung vor Ort bleiben weiterhin Aufgabe des Betriebs.

  4. Schritt 4: Bestand nach Haltbarkeit auswählen

    Prüfen Sie vor einer Entnahme nicht allein den Gesamtbestand, sondern die vorhandenen Chargen und ihre Ablaufdaten. Verwenden Sie grundsätzlich zuerst die Charge, deren nutzbare Frist am frühesten endet, sofern keine fachlichen Gründe dagegensprechen. Kontrollieren Sie dabei Lagerort und verfügbare Menge. So vermeiden Sie, dass eine neue Lieferung verbraucht wird, während ältere Ware unbemerkt abläuft und später als Verlust ausgebucht werden muss.

  5. Schritt 5: Warnungen regelmäßig bearbeiten

    Legen Sie intern fest, wer Hinweise auf nahende Ablaufdaten prüft und in welchem Rhythmus dies geschieht. Öffnen Sie die betroffenen Chargen, vergleichen Sie digitale Angaben mit dem tatsächlichen Lagerbestand und planen Sie Verbrauch, Umlagerung oder fachgerechte Entsorgung. Eine Warnung ist ein Arbeitsauftrag, keine automatische Qualitätsentscheidung. Ob eine Ware noch verwendet werden darf, beurteilt die verantwortliche Person anhand der geltenden betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben.

  6. Schritt 6: Warenverlust nachvollziehbar ausbuchen

    Ist Ware beschädigt, abgelaufen oder aus einem anderen begründeten Anlass nicht mehr nutzbar, buchen Sie die betroffene Menge aus der richtigen Charge aus. Erfassen Sie einen konkreten Grund und kontrollieren Sie den daraus berechneten oder eingetragenen Verlustwert. Ergänzen Sie bei Bedarf einen Beleg oder internen Nachweis. Nach dem Speichern prüfen Sie Restmenge und Lagerbewegung. Ergebnis: Der physische Bestand und CloudCRM stimmen wieder überein, ohne dass die Ursache des Verlusts verschwindet.

Ergebnis

Bestand und einzelne Chargen bleiben unterscheidbar. Mitarbeitende sehen, welche Ware zuerst verwendet werden sollte, und Verluste sind mit Grund, Menge und Wert als Lagerbewegung nachvollziehbar.

  • Chargen und Haltbarkeiten getrennt verfolgen
  • Geöffnete Gebinde rechtzeitig verbrauchen
  • Verluste mit Grund und Wert dokumentieren

Passende CloudCRM-Funktionen

  • Chargenverwaltung
  • Mindesthaltbarkeit und Verwendungsfrist
  • Wareneingang und Lagerorte
  • Bestandswarnungen
  • Warenverlust und Nachweis

Häufige Fragen

Muss jeder Warenartikel eine Charge haben?

Nein. Die Chargenführung wird dort genutzt, wo sie für den Artikel und den betrieblichen Ablauf erforderlich ist.

Kann die Haltbarkeit eines geöffneten Gebindes berücksichtigt werden?

Ja. Neben dem allgemeinen Ablaufdatum kann eine kürzere Verwendungsfrist nach dem Öffnen in den Arbeitsablauf einbezogen werden.

Ersetzt die Funktion ein vollständiges Warenwirtschafts- oder Beschaffungssystem?

Nein. CloudCRM unterstützt die beschriebene Bestands- und Chargendokumentation, übernimmt aber keine automatische Beschaffungsplanung.

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