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Updates

ZUGFeRD 2.5 und Factur-X 1.09: Was das neue Update für elektronische Rechnungen bedeutet

06.07.2026 Digitalwerk Oberland

Die elektronische Rechnung entwickelt sich weiter. Mit ZUGFeRD 2.5 und Factur-X 1.09 wurde die nächste Version des deutsch-französischen Standards für hybride E-Rechnungen veröffentlicht. Für Unternehmen bedeutet das: mehr technische Aktualität, bessere internationale Anschlussfähigkeit und eine weitere Vorbereitung auf die kommenden Anforderungen im europäischen E-Rechnungsverkehr.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bleibt ZUGFeRD ein besonders praxisnahes Format, weil es zwei Welten miteinander verbindet: eine lesbare PDF-Rechnung für den Menschen und strukturierte XML-Daten für die automatische Verarbeitung.

Warum wurde ZUGFeRD aktualisiert?

Der wichtigste Grund für das Update ist die fortlaufende Anpassung an die europäische Norm EN 16931. Diese Norm definiert, welche Informationen eine elektronische Rechnung enthalten muss und wie diese strukturiert sein sollten. Da sich Codelisten, Geschäftsregeln und nationale Anforderungen regelmäßig weiterentwickeln, müssen auch Formate wie ZUGFeRD und Factur-X angepasst werden.

Das Forum elektronische Rechnung Deutschland, kurz FeRD, hat ZUGFeRD 2.5 gemeinsam mit der französischen Variante Factur-X 1.09 am 10. Juni 2026 veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgte zusammen mit dem französischen Partner FNFE-MPE und bringt den gemeinsamen deutsch-französischen Standard auf den aktuellen technischen Stand. (FeRD)

Ziel des Updates ist es, den Standard weiterhin grenzüberschreitend einsetzbar zu halten und Unternehmen auf die wachsenden Anforderungen der elektronischen Rechnungsverarbeitung vorzubereiten. Besonders wichtig ist dabei die Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich. Während ZUGFeRD in Deutschland verbreitet ist, wird Factur-X in Frankreich genutzt. Technisch handelt es sich dabei um denselben Standard mit unterschiedlicher Bezeichnung.

Was ist neu in ZUGFeRD 2.5?

Mit ZUGFeRD 2.5 wurden mehrere technische und fachliche Bestandteile aktualisiert. Dazu gehören insbesondere:

  • aktualisierte Codelisten im Rahmen der EN 16931,
  • Anpassungen an neue Anforderungen der europäischen E-Rechnungsstandards,
  • bessere Vorbereitung auf internationale E-Rechnungsprozesse,
  • Erweiterungen für komplexere Rechnungsstrukturen,
  • Unterstützung von Unterpositionen bzw. Sub-Line-Management,
  • weitere Angleichung an Factur-X 1.09.

Die Unterstützung von Unterpositionen ist besonders interessant für Rechnungen mit Sets, Bundles, Paketen oder zusammengesetzten Leistungen. Damit lassen sich Rechnungspositionen künftig strukturierter abbilden, wenn eine Hauptposition aus mehreren Bestandteilen besteht.

Warum ist Factur-X 1.09 wichtig?

Factur-X 1.09 ist die französische Bezeichnung des Standards und entspricht technisch ZUGFeRD 2.5. Beide Formate basieren auf dem Prinzip der hybriden E-Rechnung: Das PDF bleibt für Menschen lesbar, während die eingebetteten XML-Daten maschinell verarbeitet werden können.

Das macht das Format besonders attraktiv für Unternehmen, die ihre Rechnungsprozesse digitalisieren möchten, ohne vollständig auf eine rein technische XML-Darstellung umzusteigen.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Für Unternehmen bedeutet das Update vor allem eines: E-Rechnungen müssen technisch aktuell bleiben. Wer Rechnungen erstellt, versendet, prüft oder archiviert, sollte sicherstellen, dass eingesetzte Systeme die neuen Versionen korrekt unterstützen.

Das betrifft insbesondere:

  • Rechnungserstellung,
  • Rechnungseingang,
  • Validierung von E-Rechnungen,
  • Schnittstellen zu Buchhaltungssystemen,
  • Archivierung und Dokumentation,
  • automatisierte Prüfprozesse.

Gerade im B2B-Bereich wird die Fähigkeit, elektronische Rechnungen korrekt zu empfangen und zu verarbeiten, immer wichtiger. Seit dem Start der E-Rechnungspflicht in Deutschland ist klar: Unternehmen sollten sich nicht nur mit dem Versand, sondern auch mit der Prüfung und Verarbeitung eingehender Rechnungen beschäftigen.

Warum Validierung immer wichtiger wird

Eine E-Rechnung ist nicht automatisch korrekt, nur weil sie als PDF oder XML-Datei vorliegt. Entscheidend ist, ob die strukturierten Daten vollständig, plausibel und normkonform sind.

Validierungstools helfen dabei zu prüfen, ob eine Rechnung technisch und fachlich den Anforderungen entspricht. Dabei geht es unter anderem um Pflichtfelder, Steuersätze, Summen, Rechnungspositionen, Codelisten und die korrekte Einbettung der XML-Daten.

Gerade bei Updates wie ZUGFeRD 2.5 und Factur-X 1.09 zeigt sich, wie wichtig aktuelle Prüfmechanismen sind. Denn neue Versionen bringen neue Anforderungen, geänderte Regeln und aktualisierte technische Grundlagen mit sich.

Vergleich eBill-Checker

Vergleich Portinvoice

Unser Fazit

ZUGFeRD 2.5 und Factur-X 1.09 sind keine rein technischen Randupdates. Sie zeigen, dass sich der europäische E-Rechnungsstandard kontinuierlich weiterentwickelt und Unternehmen ihre Prozesse laufend aktuell halten sollten.

Für kleine und mittlere Unternehmen bleibt ZUGFeRD besonders interessant, weil es eine verständliche PDF-Rechnung mit maschinenlesbaren Daten verbindet. Gleichzeitig sorgt die Weiterentwicklung dafür, dass komplexere Rechnungsstrukturen besser abgebildet und internationale Anforderungen besser berücksichtigt werden können.

Wer E-Rechnungen heute zuverlässig verarbeiten möchte, sollte daher nicht nur auf den Versand achten, sondern auch auf Prüfung, Validierung und saubere technische Umsetzung.

Mit CloudCRM und DigitInvoice unterstützen wir Unternehmen dabei, elektronische Rechnungen strukturiert zu erfassen, zu prüfen und in digitale Geschäftsprozesse einzubinden.

Kurz gesagt:
ZUGFeRD 2.5 macht die E-Rechnung aktueller, flexibler und besser vorbereitet auf die nächsten Schritte der digitalen Rechnungsverarbeitung.

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